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Wellnessland südlich der Alpen
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![]() Foto: djd/RatGeberZentrale (pp) Slowenien wird sowohl den deutschen wie österreichischen Kurorten noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Das Land entwickelt sich zu einer einmaligen Oase von Gesundheit und Wohlbefinden. Der Slowenische Verband der Heilbäder und Kurorte setzt auf die Kombination aus mildem Klima, viel Sonnenschein und zahlreichen warmen Quellen, die in Slowenien mit Temperaturen von 32°C bis 73°C buchstäblich aus dem Boden schießen; manche davon sind noch nicht einmal gefasst. Sahnehäubchen sind die günstigen Preise bei gleichzeitig hohen Standards. Über 40 Prozent aller Besucher von Kurorten kommen bereits aus dem Ausland, Investitionen werden in Milliardenhöhe getätigt. Allein 2003 haben die 15 staatlich anerkannten slowenischen Kur- und Heilbäder ihre Badeflächen auf 36.000 Quadratmeter erhöht. Interessant ist vor allem der ?Kurlaub?, also die Kombination von Urlaub, Kuranwendungen und Aktivitäten von Golf und Tennis über Wandern, Reiten und Radfahren, Jagdausflüge und Angeln bis hin zum Skilanglauf und Snowboarden im Winter. Man stellt sich ein auf den Trend hin zu Kombinationen aus traditioneller Medizin, antikem Wissen und modernen Anwendungen. In Europa einzigartig ist der Wai Thai Tempel in Portoroz an der Mittelmeerküste, wo die die 2.500-jährigen Methoden des nordindischen Arztes und Buddha-Freundes Jivaka Kumarbhacca angewandt werden. Die Anwendungen dort - viele davon Streicheleinheiten für die Seele - sind so vielseitig, dass darüber ein Buch mit 36 Seiten geschrieben wurde. Selbstverständlich gehören auch Wellness-, Anti-Stress- und Anti-Aging-, Schlankheits- und Schönheitsprogramme dazu. Yoga, Meditation, Shiatsu, Reiki, Ayurveda, Sawadee, Watsu, Tuina, Scen Tao, Heiße-Heilkräuter-Massage, Thalasso-, Aroma- oder Farbentherapie - kaum ein Schlagwort der Wohlfühl- und Heilkultur, das in slowenischen Wellness- und Kurzentren unbekannt wäre. Vor dem Hintergrund der Karawanken und der Julischen Alpen liegt Sloweniens wohl bekanntester, aber auf jeden Fall ältester, Kurort. Das Flair des malerischen Bled mit seiner steil über den See aufragenden mittelalterlichen Burg konnte sich im Laufe eines ganzen Jahrtausends entfalten. 2004 feiert Bled sein 1.000-jähriges Jubiläum. Das Datum ?1004 nach Christus? ist deshalb so zuverlässig überliefert, weil damals der deutsche Kaiser Heinrich II. Bled am 10. April dem Bischof von Brixen schenkte. Die königliche Familie Jugoslawiens hatte dort ihren Sommerpalast, den Tito nach dem Krieg wieder neu aufbauen ließ und als persönliche Residenz sowie für Staatsempfänge nutzte. Inzwischen ist daraus das illustre und beliebte Vier-Sterne-Hotel ?Villa Bled? geworden, das für sich ein ?Image of Eternal Charm? in Anspruch nimmt und sich im Stil der fünfziger und sechziger Jahre eingerichtet hat. Nicht nur die Hoheiten der Donaumonarchie gehörten zu seinen Gästen, sondern neuerdings auch Prinz Charles und die japanische Kaiserfamilie. Wahrzeichen von Bled ist sein Alpensee mit der berühmten Kircheninsel, auf der die slowenischen Urahnen die altslawische Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin ?iva vergötterten. Im Laufe der Zeit hat sich die Göttin in die Muttergottes verwandelt, für Göttinnen kein Problem, zumal die Pilger in Scharen kamen, um die ?Wunschglocke? aus dem Jahre 1543 zu läuten. Zwar fuhr 1870 bereits eine Eisenbahn von Wien nach Bled, und 1903 wurde der Stadt in Wien die Goldmedaille als schönster Kurort des Kaiserreichs verliehen. Doch die touristische Grundlage legte erst der Schweizer Heilpraktiker und Begründer der Sonnenlichttherapie, Arnold Rikli, als er im wohltuenden Klima und im Thermal- und Seewasser unter dem Schloss eine Quelle der Gesundheit und des Wohlbefindens entdeckte. Die meisten slowenischen Kurbäder befinden sich im Osten des Landes in Richtung Ungarn. Eine Karte der Kurorte des slowenischen Heilbäderverbandes mit detaillierter deutscher Beschreibung befindet sich im Internet unter www.terme-giz.si /nem. Aber auch viele andere slowenische Orte und Hotels offerieren Kuranlagen mit Mineralbädern. Bobby Langer |
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