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Slowenien: harte Konkurrenz für Österreich
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| Slowenien: harte Konkurrenz für Österreich |
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![]() Foto: djd/RatGeberZentrale (pp) Kurz und bündig - das ist slowenische Art und traf sogar auf den Slowenischen Unabhängigkeitskrieg zu. Der dauerte nur 10 Tage und hatte zwei positive Ergebnisse: Slowenien konnte sich aus den Kriegen der ehemaligen jugoslawischen Teilstaaten heraushalten und ganz auf seinen wirtschaftlichen Aufschwung konzentrieren. 1991 wurde Slowenien erstmals in seiner Geschichte ein unabhängiger, moderner Staat. Europäer seit jeher Anders als die meisten neuen EU-Beitrittsländer fühlen sich die Slowenen seit eh und je als Bürger des modernen Europa. Seit Jahrzehnten fahren sie nach Italien in Urlaub oder nach Österreich zum Einkaufen. Und ihre demokratische Kultur reicht bis ins 6. Jahrhundert zurück, als das erste freie Fürstentum der Altslowenen - Karantanien - gegründet wurde, das für seine demokratische Ordnung, das Rechtssystem, die Beteiligung des Volkes an der Wahl des Fürsten und für seine fortschrittliche gesetzliche Regelung der Frauenrechte bekannt war. Die Slowenische Akademie der Wissenschaften und Künste reicht ins 17. Jahrhundert zurück, die Slowenische Philharmonie zählt zu den ältesten in Europa, F. J. Haydn und L . v. Beethoven, die in Ljubljana gastierten, waren Ehrenmitglieder. Mit seinem EU-Beitritt könnte Slowenien Österreich Konkurrenz machen, zumal es leicht und schnell zu erreichen ist; der Flug aus Frankfurt dauert nur eine Stunde, und von München aus ist man in sechs Stunden in Slowenien. Vorausgesetzt, man findet es. Denn als eines der jüngsten Länder Europas wird es - zum Ärger der Slowenen - immer wieder mit der Slowakei verwechselt. Dabei hat sich Slowenien in der Kürze seiner Geschichte wirtschaftlich weit vor die Slowakei gesetzt und sogar schon den EU-Altstaat Griechenland überflügelt. Mehr Walds gibt's nur in Finnland und Schweden Wie Österreich besitzt dieses Nachbarland Italiens und Ungarns in seiner Alpenregion schneebedeckte Bergriesen mit besten Skimöglichkeiten, schroffe Schluchten und idyllische Täler, endlose Wälder - die Hälfte des Landes ist bewaldet, mehr Walds gibt's in Europa nur in Finnland und Schweden -, klare Seen sowie endlose Pfade für Bergtouren und Wanderungen in den Julischen Alpen, den Steiner Alpen und im Alpenvorland. Längst haben Naturfreunde und Sportbegeisterte die idealen Bedingungen knapp vor Deutschlands Haustür entdeckt, wo man noch vom Massentourismus träumt. Vorerst aber ist Sloweniens Natur noch ein Geheimtipp, der größte Teil jedenfalls. Denn schon heute ziehen die von unterirdischen Flüssen geschaffenen Karsthöhlen Postojnska jama und ?kocjanske jame (Adelsberger Grotten) jedes Jahr zig Tausende von Besuchern an. Die Grotten wurden wegen ihrer Einzigartigkeit in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen. Eine raffinierte Beleuchtungstechnik bringt die geheimnisvolle Schönheit der unzähligen Tropfsteine besonders zur Geltung. Eine Art überdimensionale Wellness-Oase In ihrem Wesen sind die Slowenen eher ruhig gestimmt. Ihre südländische Natur verraten sie vor allem, wenn es ums fröhliche Feiern geht. Sich's bei aller Arbeit gutgehen lassen, ist ihre Spezialität. Deshalb kann man Slowenien auch als eine Art überdimensionale Wellness-Oase verstehen; fast jeder Ort hat seine eigene Thermalquelle, die meisten Hotels ein Wellness-Angebot. Weit über 40 Prozent der Kurgäste kommen bereits aus dem Ausland - Tendenz steigend. Allein 2003 erhöhten die Slowenen die Badeflächen in den 15 staatlich anerkannten slowenischen Kur- und Heilbädern auf 36.000 Quadratmeter. Die slowenischen Kurorte und Heilbäder wie Bled, Roga?ka Slatina, Radenci, Èate?ke und Atomske toplice blicken auf eine lange Tradition zurück und bieten Kurleistungen und Hotels auf hohem Niveau. |
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