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Slowenien am Mittelmeer: Sonnenschein der Gastfreundschaft



Foto: djd/RatGeberZentrale
(pp) Die 46,6 km lange slowenische Küste ist gleichermaßen eine Region für Naturfreunde wie für Entspannung suchende Urlaubsgäste. Merkmal des üppig bewachsenen Landschaftsparks Strunjan ist höchste Flysch-Wand an der Adria, ein bis zu 80 m steil über dem Meer aufragendes Kliff. Die Salinen von Seèovlje - sie wurden schon im 13. Jahrhundert erwähnt - wurden wegen ihrer kulturellen und ökologischen Bedeutung 1989 zum Landschaftspark erklärt. Einst künstlichen Ursprungs wurden sie mit der Zeit vollkommen von der Natur absorbiert. Die Salinen sind eine Schatzkammer der Pflanzen- und Tierwelt, am bedeutendsten sind sie in ornithologischer Hinsicht, da die Vögel wegen des milden Klimas und des reichlichen Futters in den Salinenbecken ideale Lebensbedingungen vorfinden. Bis heute wurden 253 Vogelarten festgestellt, davon nisten in der weiteren Umgebung 91, und in der näheren 68, 26 Vogelarten nisten unmittelbar in den Salinen.

Die Orte Piran, Izola und Koper verführen mit ihrem mittelalterlichen Stadtbild. Koper hat den Ruf, mit seiner historischen Altstadt eine der malerischsten Sehenswürdigkeiten im Norden Istriens zu besitzen. Im Sportbereich nimmt natürlich der Wassersport eine bedeutende Rolle ein. Die Stadt hat einen Jachthafen errichtet, in der Bucht vor Koper finden mehrere Regatten statt. Im Sommer wird ein Sommerfestival veranstaltet. Attraktiv sind auch die nahe Umgebung von Koper und das Hinterland: Die senkrechten Felsen bei Èrni Kal und Osp sind ein Dorado für Freikletterer, die ländliche Gegend zeichnet sich durch landestypische Gastronomie und ausgezeichnete Landweine aus, die man am besten in Weinschenken verkostet. Man sagt hier, dass der warme Sonnenschein der Gastfreundschaft in einem Glas Wein erstrahlt.

Izola, die ?lächelnde Stadt?, ist ein kleines Küsten- und Fischerstädtchen mit langer Tradition, bekannt für seine Weinberge und Ölbäume, Fische und Meeresfrüchte, die man in gemütlichen Restaurants am besten fangfrisch verzehrt. Denn nach einem Fischersprichwort soll der Fisch dreimal schwimmen: im Meer, im Öl und im Wein. Izola besitzt einen hübschen Stadtkern mit mit engen Gassen, alten Steinhäusern und malerischen Geschäften. Der Tourismus konzentriert sich am südlichen Stadtrand, an der Bucht Simonov zaliv, wo sich Hotels und Restaurants aneinander reihen. Am westlichen Stadtrand befindet sich die Marina Izola.

Piran, ein alter pittoresker Fischerort, der oft mit Venedig verglichen wird, liegt an der Spitze der Piraner Halbinsel. Die als kulturhistorisches Denkmal geschützte Stadt konnte sich ihre ursprüngliche Struktur mit den schmalen Gassen und engen Häusern bewahren, die vom engen Küstenstreifen stufenförmig in typisch mediterraner Weise den Hang empor ziehen. Piran ist heute ein bedeutender Urlaubsort mit Hotels, Restaurants und Ferienhäusern, einem Seemuseum (im mächtigen klassizistischen Palast Gabrielli am Hafen) und Aquarium, mit kulturellen Institutionen und unzähligen Veranstaltungen. Reisegruppen können einen Besuch der meeresbiologischen Station organisieren, eines bedeutendsten Meereszentren im mediterranen Raum, das zur Universität Ljubljana gehört. Unbedingt besuchen sollte man das Franziskanerkloster und nebenan die Kreuzgänge des Minoritenklosters, die wegen ihrer stimmungsvollen Atmosphäre gerne für Musikveranstaltungen genutzt werden. Der Landkreis Piran ist der touristisch am besten erschlossene Landkreis Sloweniens, der für seinen Wein sowie seine Gemüse- und Olivenprodukte bekannt ist. Im Naturschutzgebiet der Salzfelder von Secovlje kann man das Salinenmuseum besichtigen. Nach dem alten Piraner Spruch ?Piran xe fato de sal!? entstand Piran aus dem Salz. Die Anfänge der Salzgewinnung verlieren sich in der vorchristlichen Vergangenheit. Man kann jedoch mit Sicherheit sagen, dass die Piraner als tüchtige und fleißige Salzarbeiter galten, die den Ruhm der Stadt dank des Salzes in der ganzen Welt verbreiteten. Neben der Fischerei und dem Gewerbe hat vor allem die traditionelle Salzgewinnung den Aufstieg und die Blüte der Stadt ermöglicht.

Die längste Tradition als Urlaubsort und Seebad hat das mondäne Portoro?, zu Deutsch Rosenhafen, ein weit über die Grenzen beliebter Badeort mit gemütlichen Hotels inmitten einer subtropisch anmutenden Vegetation, modernen Badelandschaften, Sandstrand und Thermalbädern (Spezialität ist der Salinenfango), mit vielfältiger Gastronomie, Spielkasino und vielen Veranstaltungen. Der Jachthafen von Portoroz, der als einer der am besten ausgestatteten an der Adria gilt, ist der Ausgangspunkt für viele Jachtkreuzfahrten auf der Adria, aber auch für Ausflüge nach Piran und Izola. Das Tragflügelboot ?Prince of Venice? verkehrt regelmäßig bis in den Herbst hinein zwischen Portoroz und Venedig. Im Hinterland von Portoro?, in der Hügellandschaft ?avrinska brda, liegen alte, interessante istrianische Dörfer (Padna, Krkavèe, Ko?tabona, Pomjan, Ga?on), unweit der Küste auch das malerische Dorf Hrastovlje mit der bekannten Dreifaltigkeitskirche, die mit interessanten spätgotischen Fresken geschmückt ist.

Bobby Langer

 
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