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Republik Zypern - endlose Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung



Foto: Fremdenverkehrszentrale Zypern
(pp) Die Szene ist berühmt: Aphrodite, die aus Meeresschaum geborene Göttin der Liebe, nahm ihr Bad in einem erfrischenden kleinen See in der Bucht von Chrysochou. Gleichzeitig befand sich Adonis, Sohn des ersten Königs von Zypern, im Akamaswald zur Jagd. Es war heiß, wie so oft auf der Insel, und Adonis wollte an der Quelle des Sees seinen Durst löschen. Da sah er die Göttin nackt im kristallklaren Wasser des kleinen Sees baden, und die Göttin sah ihn. Geblendet von der gegenseitigen Schönheit verliebten sie sich ineinander.

Liebeshochzeit zwischen Göttern und Menschen

Dass die Legende Zypern zur Bühne einer Liebeshochzeit zwischen Göttern und Menschen wählte, ist kein Zufall. Zypern ist schön. So einfach ist das. Ob man allerdings, als einer von zig Tausenden Sonnenanbetern an den wenigen Sandstränden, die Schönheit Zyperns von jener der Adria oder der Costa del Sol unterscheiden kann, ist fraglich. Im Juli und August liegen die Durchschnittstemperaturen bei 34 Grad im Schatten, Grund genug, sich in die Kühle seines Zimmers zurückzuziehen, wenn Wassertemperaturen von 26 bis 28 Grad auch nicht mehr so recht erfrischen wollen.

Noch klüger tut man, sich dorthin zu wenden, wo die Zyprioten sind, die es sich leisten können, weil sie nicht mit der Versorgung der Touristen beschäftigt sind: ins knapp 2000 Meter hohe Tróodosgebirge. Am besten mietet man sich einen Jeep und fährt auf den guten Straßen über Land. Dann stellt man rasch fest, dass Zypern ein Land der Kontraste ist: Den goldenen sonnenverwöhnten Küsten stehen schweigend kühl pinienbedeckte Berge gegenüber, moderne, großstädtisch anmutende Ballungszentren stehen in krassem Widerspruch zu verträumten zeitlosen Dörfchen, Luxushotels zu romantischen, blumengeschmückten Landpensionen, Einkaufszentren zu ländlichen Scheunendachkirchen. Sie alle liegen auf Zypern nur ein bis drei Autostunden voneinander entfernt. Und um seine Sicherheit braucht man sich nirgendwo Sorgen machen, die Kriminalitätsrate geht gegen Null.

Endlose Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung

Dank der reizvollen, abwechslungsreichen Landschaft, des Klimas und der Fülle der Sehenswürdigkeiten bietet Zypern endlose Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung: Neben dem selbstverständlichen Wassersport sollte man auch ein paar Tage für Besichtigungen einplanen, vielleicht ein Golfspiel, eine Bergwanderung oder einen Angelausflug. Weltberühmt sind die Königsgräber von Paphos sowie die Kolonnade im Heiligtum des Apollo Hylates. Überall im Land finden sich byzantinische Kirchen und Klöster, Kreuzritter-burgen, gotische Kirchen und venezianische Festungsbauten. Zypern ist die waldreichste Insel im gesamten Mittelmeerraum. Übernachten muss man nicht zwangsläufig in anonymen Strandhotels, die sich von denen in Mallorca kaum unterscheiden; der expandierende Agrotourismus bietet im ländlichen Zypern inzwischen Zimmer und Ferienwohnungen, die so individuell gemütlich ausgestattet sind, dass man sich gar nicht mehr davon trennen möchte.

Am angenehmsten reist man in den Monaten von Mitte April bis Juni sowie Mitte September bis Anfang November auf die drittgrößte Insel im Mittelmeer: Dann badet man bei Wassertemperaturen zwischen 20 und 28 Grad, die Lufttemperatur liegt im März schon bei 18 Grad, und wenn der seltene Regen einmal fällt, kann man zusehen, wie gut er der Erde tut. Im Frühling blühen nicht weniger als 1.800 Blütenpflanzen. Mandelblüten legen eine hellrosa Schneedecke zu Füßen des Tróodosgebirges, Anemonen, Krokusse und Hyazinthen, Adonisröschen und Orchideen blühen, farbenfrohe Blumenkorsos ziehen zum Blumenfest Anthestiria durch die Straßen und Apfel-, Pfirsich- und Birnbäume schmücken sich für die summende Insektenwelt. Aber auch im Herbst bietet Zypern noch Sonne und Wärme satt, ein Geheimtipp für Urlauber, die ihre Lichtbatterien noch einmal aufladen wollen, bevor das deutsche Schneeregenwetter einsetzt. Jetzt biegen sich die Bäume unter der Last der Früchte und Zypern gleicht einem großen Obstgarten.

Siesta am Wachturm

Ein für Deutsche besonders schmerzlicher Bestandteil Zyperns ist die Hauptstadt Nicosia, griechisch Lefkosia. Wer durch die kleinen, geschäftigen Gassen der Stadt bummelt, stößt irgendwann einmal auf die so genannte Green Line, eine Art Eisernen Vorhang Zyperns, der den türkischen Norden der Insel vom griechischen Süden trennt. Nicosia-Lefkosia ist die letzte geteilte Haupstadt der Welt seit 1974. Beidseits bewachen Wachtürme und mit Sandsäcken verschanzte Maschinengewehrstellungen die Green Line, doch zum Glück kehrt auch hier mittags immer häufiger die allgemeine mittagliche Siesta ein. Trotzdem müssen sich Touristen, die diesen geschichtlichen Anachronismus knipsen wollen, in Acht nehmen. Fotografieren ist streng verboten.

Die Green Line ist auch eine Trennlinie ganz anderer Art: Sie trennt ein relativ wohlhabendes Land, das neuerdings zur EU gehört und sich in seiner touristischen Infrastruktur und seinen Preisen mit Portugal, Spanien oder Italien messen kann, von einem Land, das bis heute von der Welt großenteils vergessen wurde und noch ein echter touristischer Geheimtipp ist.

Geld

1 Euro = 0,57 Zypern-Pfund (CYP) (Stand 11.6.04) 1 Pfund = 100 Cent.

Offizielle Vertretungen:

Fremdenverkehrszentrale Zypern,
Kaiserstr.50, 60329 Frankfurt
Tel.: 069-251919, Fax: 069-250288,
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www.visitcyprus.org .cy oder www.cyprustourism.org


Maria Ghoebel
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