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Lettland: Essengehen in Riga

 



Foto: Baltikum Tourismus Zentrale
(pp) Was die Esskultur angeht, so kann sich Riga inzwischen mit jeder deutschen Großstadt messen. Die Besucher haben nicht nur bei internationalen Restaurants, sondern auch bei einheimischen die Qual der Wahl. Hier einige Tipps.

LOKAL

Alus Ordenis (Raiòa 15)
Die Mahlzeiten sind zwar ein bisschen teuer für lettische Hausmannskost, aber die Speisekarte bietet einige sonst schwer zu findende örtliche Spezialitäten wie cûku pupas (dicke Bohnen in Buttersauce), gebratenen Hering oder Stierhoden. Selbstverständlich bekommt man in diesem Ziegelkeller auch die Standard-Rippchen, Steaks und andere arterienverstopfende Leckerbissen, dazu Bier in großen Steinkrügen. Die Speisekarte ist auch auf Deutsch erhältlich. (Preise 2 - 4Ls)

Lauku Pagrabs (Antonijas 9)
Lauku pagrabs bzw. der Landkeller ist wirklich in einem Keller untergebracht, fühlt sich aber ganz anders an, sobald man einmal sitzt. Steinwände, Holzbalken und eine ausgesprochene Wohlfühlatmosphäre machen ihn zu einem Ort, an dem man gerne isst. Lettische Basiskost wie Rote-Beete-Salat oder Schweinefleisch mit Erbsen gibt's hier ebenso wie viele andere preiswerte und leckere Gerichte. Angenehm auch die Nichtraucher-Zone, die Tagesangebote und Essensnischen mit eigenen Türen, wo man für sich ist. (Preise 2Ls)

Lido Adputas Centrs (Krasta 76)
Das Lido Adputas Centrs bietet vermutlich Lettlands größtes Buffet lokaler Küche. Wer den Keller betritt, entdeckt gleich noch ein weiteres Restaurant mit zwei Bars, wo man vor Ort gebrautes Bier erhält. An den Wochenenden werden Familien verschiedene Aktivitäten geboten, inklusive Schlittschuhfahren im Winter, und ab 19 Uhr wird jeden Abend getanzt und gesungen.

Staburags (Èaka 55)
Wenn es so etwas gibt wie den lettischen Himmel, dann kommt Staburags nahe dran. Hier bekommt man zum besten Bier des Landes enorme Portionen traditionellen lettischen Essens in einem Labyrinth von Räumen und Nischen, die mit Eichenholz eingerichtet sind. Die Keramikkrüge auf den Tischen sind übrigens keine leeren Blumenvasen, sondern Behälter für die übrig gebliebenen Knochen nach dem Festmahl. (3Ls)


INTERNATIONAL

Rolands (Kaïíu 3a)
Man geht durch das Hotel Rolands hinunter in den originalgetreu eingerichteten Keller aus dem 15. Jahrhundert mit seinem warmen Eichenholzmobiliar. Nur dünne Glasscheiben trennen die Gäste von den Köchen, so dass man bei einem guten Glas zuschauen kann, wie das bestellte Essen entsteht. In der Zwischenzeit kann man sich auch den glasbedeckten Brunnen ansehen, dessen Wasserpegel mit dem des Flusses Daugava steigt oder sinkt.

Bellevue (Slokas 1, Maritim Park Hotel Riga)
Beim Blick aus dem 11. Stock sieht Riga richtig unschuldig aus, genauso unschuldig wie das Hasenfilet auf dem Teller, bei dem einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Als eines der ersten Restaurants der Stadt hat das Bellevue viel zu bieten, u.a. auch Meeresfrüchte-Spezialitäten und so sündhaft gute Schokoladendesserts, dass sie eigentlich unter das Drogengesetz fallen müssten.

Vincents (Elizabetes 19)
Als kulinarische Institution Rigas seit Jahren hat das Vincents zahlreiche Staatsoberhäupter, Wirtschaftsbosse und Weltstars in seinen Räumen gesehen. Zusätzlich zur ständig wechselnden Delikatessenkarte hat der bekannte Küchenchef Mârtiòð Rîtiòð eine eigene Sushi-Karte kreiert und einen zwei- bis dreigängigen Business Lunch für 6 - 8 Ls. (8Ls)

Seasons (Pils 12, Grand Palace Hotel)
Mit einem Wort: dekadent. Lila Vorhänge, nobler Zierrat und erlesene Hintergrundmusik schaffen eine Atmosphäre, dass hier vermutlich auch blankes Holz schmecken würde. Als eines der feinsten Esslokale Rigas bietet die Küche eine ständig wechselnde, ungewöhnliche Speisekarte mit Gerichten wie Strauß vom Grill für die wagemutigen und frischen Lachs für die konservativeren Gaumen. (12Ls)

 
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