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Gigantische Klippen, kleine Kapellen - Wandern und Natur auf Malta
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| Gigantische Klippen, kleine Kapellen - Wandern und Natur auf Malta |
![]() Foto: Fremdenverkehrsamt Malta (pp) Die ersten Regenfälle nach dem langen, heißen Sommer erwecken die Landschaft mit einer erstaunlichen Vielzahl von wilden Blumen zu neuem Leben. Abseits der Feriengebiete und der Städte Zentralmaltas gilt es, die Weite und Vielfalt der ländlichen Insellandschaft zu entdecken. Viele Gegenden wirken unberührt von unserer modernen Zeit. Die Bauern bestellen das Land häufig noch in der althergebrachten, arbeitsintensiven Art ihrer Vorfahren. Der Wechsel der Jahreszeiten und der damit verbundenen Arbeiten auf dem Hof und in der Fischerei bestimmt noch vielerorts das Dorfleben. Wie in alten Zeiten arbeiten auch heute noch alte Männer und Frauen, teilweise gemeinsam mit ihren Großfamilien, auf den Feldern. Im Norden Maltas mit seinen dürren Böden und in vielen Gegenden Gozos begegnet man immer wieder kleinen Herden gescheckter Ziegen und Schafe, die am Wegesrand weiden. Wer den schmalen, landwirtschaftlichen Pfaden vom Dorfplatz hinaus in die Natur folgt, wandert auf geschichtsträchtigem Boden und wird eine zeitlose Landschaft entdecken, in der man selbst in der Hochsaison selten auf andere Menschen trifft, dafür auf alte Bauernhöfe, kleine Kapellen am Wegesrand und spektakuläre Küstenlandschaften. Von manchen Erhebungen im Landesinnern, zum Beispiel bei Tal Qarbuni, kann man kilometerweit über die Insel schauen. Am besten ist man frühmorgens oder in den Abendstunden unterwegs, denn Schatten sucht man auf Malta vielerorts vergeblich. Ein guter Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung sind unbedingt ratsam. Wie überall im Mittelmeerraum sind die Monate von Mitte November bis Mitte Mai die besten Wanderzeit. Dann zeigen sich die Inseln in üppigem Grün. Die Felder stehen in voller Frucht, und die Wegränder säumen Fenchel, Klee, wilde Iris, Myrte und andere Blumen. Im späten Frühjahr blühen über tausend verschiedene Pflanzenarten. Auf der 2,5 Quadratkilometer kleinen Insel Comino gibt es keine Autos und nur ein einziges Hotel direkt am Strand. In den Sommermonaten kann man von Malta mit dem Boot in 20 Minuten hinüberfahren, innerhalb eines Tages die zahlreichen Buchten und Klippen des Eilands erkunden und im glasklaren, azurgrünen Wasser entspannen. An manchen Tagen liegt in der Luft ein Duft nach wildem Thymian und Kreuzkümmel (Cumin), der wild wächst, seitdem er für eine Weile hier angebaut wurde. Hauptattraktion ist die Blaue Lagune, ein geschützter Meeresarm mit glitzerndem, aquamarinblauem Wasser auf weißem Sand, wo es bei Sonnenuntergang am schönsten ist, wenn die die Tagesausflügler abgereist sind und man das Gefühl hat, ganz allein im Paradies zu sein. |
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